Geschichte
Die Geschichte der Inselbelegstelle Norderney
Neben einigen interessierten Imkern aus dem Verein, waren es hauptsächlich Jann Oltmanns und Hermann Poppen, die sich zur Verfügung stellten. Zu Anfang war auch noch aktiv Imkermeister Jakob Lübbers aus Marienhafe dabei.
Jann Oltmanns, Stadtarbeiter, war mehr oder weniger der Praktiker und Hermann Poppen nahm sofort alles Schriftliche in die Hand. Er war auch bei der Stadt angestellt und später Kurdirektor in Norddeich.
Die Schutzkästen für die EWK’s stellte man zunächst im Garten des “Bahnhofs Stell Dich ein” auf. Der Ort liegt seit den 70 er Jahren aber mitten im Wohngebiet und wäre somit nicht weiter zu nutzen. Nach einigen Querelen zog man schließlich zum Bundeswehrgelände an der Abzweigung zum Leuchtturm, gleich hinter dem Hundefriedhof. Dort blieb die Belegstelle bis 1962. Als die Bundeswehr das Gelände selbst nutzen wollte, musste kurzfristig eine neue Stelle gesucht werden. Man fand eine Fläche gleich neben dem Garten der Familie Lange in den Süddünen in der Nähe des Naturschutzgebietes. Seit 1998 haben wir die Familie Lange nun schon in der dritten Generation als Ansprechpartner und wir kommen sehr gut mit ihnen aus. Außerdem ist dieser Platz für unsere Zwecke wunderbar geeignet, schön ruhig und abgelegen.
Der Umzug der Hütte erwies sich als schwierig da die Norder nur am Wochenende Zeit hatten. Der Transport zur Belegstelle war ein ständiges Problem: Die Fremdanlieferungen kamen zu Anfang mit der Bahn bis Norderney, wurden dort vom Spediteur zur Belegstelle transportiert und dann auch wieder abgeholt. Unsere eigenen Königinnen oder EWK’s aber mussten wir nach Norddeich bringen, auf den Dampfer schleppen und dann auf der Insel wieder runter. Dann weiter mit dem Fahrrad durch die Dünen schieben und auf der Belegstelle aufstellen.
Vatervölker – Besser gesagt Drohnenableger, kamen zu Anfang mit der Bahn von Dr. Ruttner, Oberursel, in 3 bzw. 5 Wabenablegerkästen. Diese waren manchmal beschädigt, so dass die Bienen dem Bahnhofspersonal um die Ohren flogen und für Aufregung sorgten oder die Kästen hatten über Nacht auf der Seite gelegen und waren ausgelaufen. Später kam dann Johannes Trawniczek aus Lingen als Drohnenlieferant dazu und vermehrte seine Peschetz und Oberkrainer.
Später nahm Zuchtobmann F.K. Tiesler die Sache in die Hand und sorgte dafür, dass wir die Königinnen für die nächtsjährigen Drohnenvölker früh genug in die Völker einweiseln konnten. Etwa um diese Zeit konnte Herr Tiesler das hessische Institut in Kirchhain für die Zucht der varroaresistenten Bienen auf Norderney gewinnen und seitdem bringen Herr Dr. Büchler und seine Leute bis zu 26 dicke Drohnenvölker zur Aufstellung. Diese Völker sitzen meistens auf 3 Zargen, sind wegen der Trachtpause auf der Insel voll Honig und auch voller Drohnen.
Später – etwa 1985 – als die Bahn den Frachtgutversand einstellte, wählten wir den Weg der Zentralen Anlieferung bei Wilfried Brüchert in Norden und sorgten mit dem Bulli seines Schwiegersohnes Bernhard Luitjens aus Siegelsum für den weiteren Transport zur Insel.
Während wir in den siebziger und achtziger Jahren eine Beschickung von 400 bis 700 EWK’s erlebten, stiegen die Zahlen auf bald auf 1000 und mehr. Kirchhain nicht mitgerechnet.
Als Jann Oltmanns dann 1990/91 krank wurde und starb, übernahm Wilfried Brüchert die Leitung der Belegstelle bis 2001. Mitgewirkt hat Wilfried Brüchert auf der Zuchtstation schon seit 1965.
1992 kam Jelle Wielstra aus Emden dazu und war ihm eine große Hilfe auch in handwerklicher Hinsicht.
(Zusammenfassung der Geschichtsschrift Belegstelle Norderney von Wilfried Brüchert.)
Seit 2001 ist Hinrich Lengert aus Victorbur mit dabei und hat seit 2002 die Leitung übernommen. Er wird seit 2005 von Johann Geiken aus Theene unterstützt.
Seit 2005 Toleranzbelegstelle.

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